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"Druckluftgeräte" - 118 Artikel

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Der richtige Kompressor für den Heimgebrauch


Mit einem Kompressor könnt ihr Druckluft auf den Punkt genau erzeugen. Das ist nicht nur hilfreich, wenn ihr die Reifen eures Fahrrads oder Autos aufpumpen wollt. Auch Kleinigkeiten wie das Absaugen von PC-Tastaturen oder Lackierarbeiten können mit Hilfe von Druckluft durchgeführt werden. Doch auch im Bau wird mit Hilfe von Kompressoren künstlicher Druck erzeugt, so zum Beispiel bei Mauerdurchbrüchen. Ihr seht, dass die verschiedensten Druckluft-Werkzeuge mit Kompressoren bedient werden können. Aber wie funktioniert das eigentlich?

Die richtige Wahl

Stellen Sie sich bei der Wahl die richtigen Fragen damit sich die Investition lohnt und Ihr Druckluftgerät zu Ihren Ansprüchen und Einsatzzwecken passen:

- Über welche Leistung verfügt das Gerät?
- Wie groß ist die Ansaugleistung des Gerätes?
- Für welche Einsatzzwecke benötigen Sie das Gerät?

Von Kesseln und Kolben

Um mit Druckluft zu arbeiten, muss diese zunächst einmal im Kompressor gesammelt werden. Ein wichtiger Bestandteil von Kompressoren ist daher der Kessel. In ihm wird die Luft gesammelt, die euch letztlich bei der Arbeit unterstützen soll. Ein Kolben im Kompressor sorgt dabei, dass die Luft sich verdichtet und im Kessel gestaut wird. Dieser Kolben wird über einen Elektromotor angetrieben. Bei der Komprimierung der Luft entsteht allerdings Wärme. Ein wichtiges Qualitätskriterium des Kompressors ist daher die Größe der Kühlrippen. Denn über sie kann die entstehende Wärme entweichen. Das Aggregat wird jedoch auch aktiv gekühlt mit Hilfe eines Lüfters.

Da durch den Kühlungsprozess im Kessel Kondenswasser entstehen kann, sind Kompressoren in der Regel dickwandiger. Rost entsteht zwangsläufig und mindert die Lebensdauer des Kompressors. Hochwertige Geräte sind daher im inneren des Kessels rostschützend beschichtet. Auf jeden Fall solltet ihr das Kondensat regelmäßig aus dem Kessel entfernen. Das macht ihr über eine spezielle Ablassschraube.

Die Größe des Kessels bestimmt letztlich die Leistung. Aus ihm wird die Luft entnommen, die ihr für eure Projekte benötigt. Nur dadurch ist ein gleichmäßiger Druckluftstrom möglich. Ist der Kessel jedoch zu klein, muss der Kompressor immer wieder anlaufen, um neue Luft „zu speichern“. Große Kessel sind daher besonders für den intensiven Dauerbetrieb geeignet. Die Wahl der Kesselgröße, wie des gesamten Kompressors, sollte daher davon abhängen, wofür ihr ihn einsetzen wollt.

Abgabeleistung, Liefermenge & Ansaugleistung

Wieviel Druckluft ein Kompressor bei der Arbeit abgeben kann, bestimmt die Abgabeleistung. Sie bezeichnet die effektive Liefermenge des Kompressors: dabei handelt es sich um die Luftmenge, die das Gerät pro Minute an das jeweilige Werkzeug abgeben kann. Der Luftbedarf wird entsprechend in Liter pro Minute (l/Min.) gemessen. Ein Druckluft-Schlagschrauber benötigt zum Beispiel mindestens 250 l/Min. Die Abgabeleistung kann außerdem je nach Luftdruck variieren. Die Ansaugleistung liegt dagegen deutlich höher, hat aber keinerlei Bedeutung, was die Leistung des Kompressors angeht.

Welche Leistung euer Kompressor mitbringen soll, hängt von den Werkzeugen ab, die ihr damit antreiben wollt. Es gibt Werkzeuge, die eine hohe Abgabeleistung benötigen, andere dagegen eine niedrigere. Notiert euch daher vor dem Kauf den Luftbedarf eurer Druckluft-Werkzeuge. Die meisten Werkzeuge arbeiten mit einem Betriebsdruck von 6 bis 9 bar.

Andere, rotierende Werkzeuge benötigen außerdem ölhaltige Luft für die Schmierung. Hierfür schaltet man einen Druckluftöler zwischen, der eine geringe Ölmenge zur Druckluft hinzu dosiert. Gute Kompressoren haben daher zwei Luftanschlüsse. Damit muss der Druckluftöler nicht immer bei Bedarf zu- oder abmontiert werden, sondern ihr müsst nur den Anschluss wechseln.

Mit oder ohne Öl?

Nicht nur Werkzeuge benötigen Öl. Auch der Kompressor kann mit Öl betrieben werden. Diese Modelle sind in der Regel jedoch etwas wartungsintensiver. So muss der Ölstand regelmäßig kontrolliert und das Öl gewechselt werden. Dafür eignen sich diese Geräte besonders gut für längere Belastungszyklen.

Kompressoren, die ölfrei betrieben werden, sind eher für kurze Einsätze besser geeignet, wie das Aus- oder Aufblasen oder das Messen des Reifendrucks. Zu bedenken ist allerdings, dass Sie im Betrieb deutlich mehr Hitze erzeugen und dadurch deutlich schneller verschleißen, als Kompressoren, die mit Öl betrieben werden. Ihre Abgabeleistung lässt mit der Zeit einfach nach. Ein solcher Kompressor sollte daher vor allem dann für euch in Frage kommen, wenn er nicht im täglichen Einsatz ist.

Auch hier ist es also wichtig, dass ihr euch vorher bewusst seid, wofür ihr den Kompressor einsetzen wollt. Bei der ersten Anschaffung kann es außerdem sinnvoll sein, ein Starter-Set hinzuzukaufen. Ein paar zusätzliche Druckluftschläuche, Blaspistole, Adapterset für verschiedene Ventile oder Reifenfüller können nützliche Helfer sein. Viele Anbieter liefern solche Sets für einen geringen Aufpreis gleich mit.