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"Teppiche" - 38 Artikel

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Der richtige Teppich für dein Zuhause

Teppiche bringen Gemütlichkeit in die Wohnung. Mit ihnen setzt ihr dekorative Akzente und verleiht dem Raum Wärme und Geborgenheit. Der Teppich-Markt bietet jedoch Materialien und Teppicharten aus denen ihr für euch erst einmal die richtige Wahl treffen müsst. Damit euch das in Zukunft leichter fällt, haben wir die wichtigsten Aspekte in unserem Teppich-Ratgeber zusammengefasst.

Die Frage nach dem richtigen Teppich ist auch immer die Frage nach dem Raum bzw. Einsatzzweck und damit auch der Beanspruchung. Pflegeeigenschaften, Trittfestigkeit & Strapazierfähigkeit, sowie die Wärmeisolierung sind wichtige Eigenschaften, welche den Komfort eines Teppichs definieren. Diese sind je nach Material und Herstellungsart sehr unterschiedlich. Besonders für Allergiker kann dies entscheidend sein bei der Wahl des richtigen Materials. Aber auch der Zielort ist wichtig bei der Auswahl. Ein Büroteppich wird z.B. ganz anders beansprucht, als Schlafzimmerteppiche.

Übrigens: Das Vorurteil, Teppiche ganz aus Haushalten mit Hausstaub-Allergikern zu verbannen ist längst überholt. Harte, wischbare Bodenbeläge sind, sollten sie nicht regelmäßig gereinigt werden, für Allergiker eine viel größere Belastung durch den aufgewirbelten Staub. Teppiche dagegen binden den Staub. Hier reicht es, ein bis zwei Mal die Woche die Teppiche zu saugen.

Die richtige Wahl

Stellen Sie sich bei der Wahl die richtigen Fragen damit sich die Investition lohnt und Ihr Teppich zu Ihren Ansprüchen und Einsatzzwecken passt:

- In welchem Raum soll Ihr Teppich liegen?
- Welches Material passt zu Ihrem Boden? Haben Sie eine Fußbodenheizung?
- Passt das ausgewählte Modell zu Ihrer restlichen Einrichtung?

Flor-Teppiche: Alles eine Frage der Definition

Der Flor ist die dichte Schicht Fasern, welche aus dem Untergewebe stehen. Kurzflor-, Hochflor- oder Langflor-Teppiche unterscheiden sich dabei also lediglich in der Höhe der einzelnen Fasern. So spricht man von Kurzflor-Teppichen, wenn die Florhöhe unter 1,5 Zentimetern liegt. Alles von 1,5 bis 5 Zentimetern gilt als Hochflor-Teppich, und was über 5 Zentimeter geht, läuft unter dem Begriff Langflor-Teppich.

Schubkästen kombinieren: Je nach Bedarf und Raum könnt ihr reine Schubladenschränke oder Kombinationen mit Regalbrettern und Vitrinen wählen. Wäsche und Kleidung sollte eher in uneinsichtigen Schränken aufbewahrt werden. Krimskrams im Wohnzimmer kann man auch gut auf Schubladen und dekorative Vitrinen-Elemente verteilen. Auch solltet ihr vorher überlegen, ob ihr lieber Hochschränke mögt oder die Breite der Wände ausnutzt.

Dabei dient die unterschiedliche Florhöhe nicht nur einer differenzierteren Optik, sondern hat auch seine Funktion. So ist die Schall- und Wärmedämmung umso besser, je höher die Teppichfasern sind. Kurze Fasern machen den Teppich dagegen robuster und damit langlebiger. Eine bessere Trittelastizität erhält der Flor-Teppich, je dichter die Fasern stehen. Hier solltet ihr eure Wahl also nicht nur von der Optik und Weichheit abhängig machen.

Auch sollte euch die Pflege nicht abschrecken. Entgegen der allgemeinen Meinung sind hochflorige Teppiche nicht immer pflegeintensiver als andere.

Kunst- oder Naturfaser?

Neben der Faserlänge spielt auch die Faser-Beschaffenheit eine nicht unwesentliche Rolle. Zu unterscheiden sind hierbei Kunstfaserteppiche, Naturfaserteppiche oder eine Mischung aus beiden. Der Unterschied zwischen beiden macht sich nicht nur im Preis bemerkbar. Auch die Haltbarkeit ist vom Material abhängig.

Kunstfaserteppiche bestehen aus Polyamid, Polypropylen, Polyester oder Polyacryl. Dadurch ist ihre Oberfläche meist strapazierfähiger und hält länger, als bei Naturfaserteppichen. Besonders für Allergiker sind Kunstfaserteppiche geeignet, da sie einen sehr geringen Abrieb aufweisen.

Naturfaserteppiche dagegen bestehen aus Schurwolle, Wolle, Kokosfaser, Sisal oder Seide. Kokosfaser- und Sisal-Teppiche sind hart und rau und dadurch besonders strapazierfähig. Daher finden sie meist Verwendung in Keller- oder Büroräumen.

Schurwolle und Wolle sind dagegen sehr weich. Teppiche aus Schurwolle werden aus Wolle vom lebenden Schaf gefertigt und bringen daher alle natürlichen Eigenschaften mit. Sie haben einen hohen Fettgehalt, was sie besonders schmutzabweisend macht. Außerdem bieten sie eine gute Wärmedämmung und regulieren die Luftfeuchtigkeit im Raum.

Wollteppiche werden aus so genannter Reißwolle hergestellt. Dabei handelt es sich um wieder verwendete Wolle, welche im Reißwolf zu Flocken verarbeitet und gemischt wurde. Die natürlichen Eigenschaften der vormaligen Schurwolle gehen dabei natürlich zum Teil verloren. Dennoch sind diese Teppiche ähnlich weich wie Schurwoll-Teppiche.

Die richtige Pflege ist nicht zu unterschätzen

Egal ob Lang- oder Kurzflor-Teppich, wird an der richtigen Pflege gespart, werdet ihr nicht sehr lange Freude daran haben.

Gerade im Türbereich kommt es oft schneller zu Abnutzungserscheinungen oder stärkeren Verschmutzungen. Diesen kann z.B. mit einer Sauberlaufzone entgegengewirkt werden. Diese Zonen können aus einem Fußabstreifer oder aus einem Stück aufgelegten Teppich bestehen.

Aber auch in der Mitte des Raumes kann es durch tropfende Tassen und Gläser oder andere Missgeschicke schnell zu unerwünschten Verschmutzungen kommen. Dabei muss euer Teppich jedoch nicht gleich ruiniert sein. Wasserlösliche Verschmutzungen könnt ihr ganz einfach mit viel Wasser, ggf. etwas Shampoo und einem weichen Lappen (kein Spülschwamm!) beseitigen. Achtet hier darauf stets von außen nach innen zu wischen und anschließend ein stark saugendes Haushaltspapier auf die nasse Stelle zu legen. Damit es die Nässe richtig aufnehmen kann, solltet ihr das Papier zudem beschweren.

Größere Flecken solltet ihr dagegen mit handelsüblichem Reinigungspulver behandeln. Dieses wird meist mit einem sauberen Besen in die verschmutzte Oberfläche eingearbeitet und entfaltet über Nacht seine reinigende Wirkung. Erst am nächsten Tag wird das Pulver herausgesaugt.

Bei hartnäckigen Flecken bleibt leider nur der Gang zur Teppichwäscherei, bzw. der Einsatz von Profigeräten. Ohnehin ist es ratsam, seine Teppiche alle zwei Jahre grundreinigen zu lassen, um Milben zu entfernen.


Qualität erkennen

Gerade bei hochpreisigen Teppichen empfiehlt es sich immer, einen Fachhändler zu Rate zu ziehen. Doch auch gute Hersteller von Teppichen geben uns einige Zertifikate und Gütesiegel mit auf den Weg, an denen wir uns orientieren können. Diese findet ihr in der Regel auf der Rückseite eures Teppichs

Eines der wichtigsten Siegel ist das „Certificate of Quality“-Siegel, das mit einem großen roten „t“ dargestellt wird. Dieses Siegel wird von der ETG vergeben, der „Europäischen Teppich-Gemeinschaft, und das auch nur, wenn das Produkt bereits ein GUT-Signet oder ähnliches aufzuweisen hat. Das „Certified of Quality“-Siegel informiert über die Komfort-Klasse, Belastbarkeit und Zusatzeigenschaften des Teppichs.

Das zuvor erwähnte GUT-Signet wird für besonders umweltschonend produzierte Produkte vergeben. Dies übernimmt der Herstellerverband „Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichboden“ (kurz GUT). Auch das allseits bekannte Umweltschutzzeichen „Blauer Engel“ steht für besonders umweltfreundliche Produkte und ist ein wichtiger Orientierungspunkt für die Qualität eines Produktes.

Nicht zu vergessen natürlich das TÜV/TFI Zertifikat, welches vergeben wird, wenn ein Produkt alle Normen hinsichtlich der Emissionen und Schadstoffe einhält. Besonders unter gesundheitlichen Aspekten ein sehr wichtiges Zertifikat.

Welcher Teppich soll’s denn sein?

Ihr wisst nun, welcher Faserlänge ihr bevorzugt, ob es Kunst- oder Naturfaser sein soll und auch des Pflegeaufwands und der Qualitätsmerkmale seid ihr euch bewusst. Jetzt müsst ihr euch nur noch für einen Teppich entscheiden.

Nicht nur die Wahl der Farbe kann die Raumwirkung entscheidend beeinflussen. So verkleinern zum Beispiel sehr dunkle Teppiche den Raum optisch. Das kann sowohl bei vollflächigen Teppichen, wie auch Designerteppichen eine Rolle spielen. Aber das ist schließlich noch nicht alles, was der Markt zu bieten hat.

Mit Teppichfliesen müsst ihr euch beispielsweise nicht nur auf eine Farbe festlegen, sondern könnt mehrere Farben ganz nach eurem Geschmack kombinieren. Auch können stark verschmutzte oder beschädigte Fliesen ganz einfach ausgetauscht werden, denn durch die rutschfeste Rückenbeschichtung müssen diese nicht einmal geklebt werden.

Wer es klassisch mag, greift vielleicht zu einem Orientteppich. Diese lassen sich wunderbar in moderne wie auch klassische Wohnräume integrieren und bieten eine Vielzahl Formen und Muster, an denen sich das Herstellungsland ablesen lässt.

Mögt ihr es etwas verrückter, so bieten Designer-Teppiche genau das Richtige. Hier könnt ihr nicht nur zwischen tausenden schlichten, wie verrückten Motivdesigns wählen. Auch außergewöhnliche Teppichformen begegnen euch hier ein ums andere Mal.

Ihr seht also auch hier: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Und wenn ihr euch noch nicht sicher seid, stöbert doch einmal in unserem Teppich-Sortiment und holt euch ein wenig Inspiration!